Für das letzte Stück, bevor wir den Zug nach Lyon nehmen werden, entschieden wir uns dazu eher den kürzesten Weg den Tälern entlang zu nehmen. Keine Angst, auch dieser hatte noch genügend Höhenmeter! ;) Dieser Weg hatte aber zur Folge, dass wir sehr oft im selben Gebiet unterwegs waren wie die Autobahn. Die ersten 20 km gab es gefühlt nur Industrie und Vorstadt. Später durchquerten wir noch einige Kleinstädte, welche aber abgesehen von 1-2 Strassen, einer pompösen Kirche und einigen Wandbildern auch nicht viel mehr Schönes fürs Auge zu bieten hatte. Auch die Schlafplatzsuche war einmal mehr nicht so einfach, weil die Täler meist recht eng und verbaut waren. Wir fanden eine Picknickwiese, sehr schön gelegen neben Strasse und Autobahn. Dementsprechend war auch die Erholung in der Nacht... ;)
Am nächsten Morgen flitzten wir erst mal Tal abwärts wieder ans Meer. Unser erster Eindruck vom Baskenland ist jetzt nicht der Beste, denn die Leute wirken sehr direkt und oft etwas unfreundlich. Die Städte haben abgesehen von 1-2 schönen Strassen sehr viele eher kahle Hochhäuser. Wir sind gespannt ob sich dies an der Küste ändern wird. Auf jeden Fall sehr interessant ist hier die Sprache die sehr alt ist. Sie ist eine eigenständige Sprache und hat keinerlei Zusammenhang mit anderen Sprachen. Wir verstehen also genau nichts! ;)
Am Meer erreichten wir über saftige Anstiege schöne Aussichtspunkte und erreichten am späteren Abend den Surferort Zarautz. Surferorte sind aufgrund der Strandduschen auch für Veloreisende äusserst beliebte Orte, dumm nur wenn man danach wieder 150 Höhenmeter bei steilsten Strassen hinauf muss, um den Schlafplatz zu erreichen. Dafür hat es sich aber gelohnt, denn oben angekommen fanden wir eine schöne Kapelle mit einem schönen Plätzchen für unser Zelt. Am späteren Abend bekamen wir sogar noch Besuch von Laura und Niels, Bekannte von Martina, die ihre Ferien auf dem Campingplatz nebenan verbringen.
Nachdem wir am nächsten Morgen das süsse Örtchen Orio besuchten, verbrachten wir den Mittag in einem Park. Dort trafen wir uns mit Liviih ond Simi die gerade auf der Durchreise in Richtung Westen waren. Wir verbrachten einige gemütliche Stunden zusammen und es fühlte sich schon fast wieder so an als ob wir zuhause sind. Ausserdem durften wir endlich unsere Winterausrüstung abgeben. War mehr als wir dachten… ;)
Mit Rivella und Zweifel Chips bepackt fuhren wir weiter, aber wirklich Lust auf viel Fahrzeit hatten wir eigentlich nicht. Schon zu sehr wie Zuhause hatten wir uns gefühlt... ;)
Trotzdem fuhren wir nach San Sebastian, wo uns ein härziges Städtchen mit uunglaublich vielen Touristen erwarteten. Die Stadttour viel also eher kurz aus, dafür schauten wir die Zieleinfahrt eines Radrennens mit prominenter Beteiligung zu, welches per Zufall an diesem Tag dort stattfand.
Unsere letzte Nacht in Spanien verbrachten wir einmal mehr in einem Wäldchen direkt neben der Vorstadt. Nicht der beste Platz, aber es genügte. In dieser Gegend muss man sich
meist zwischen Höhenmeter und mässigen Plätzen entscheiden. Wir entschieden uns für Letzteres. ;)
Gleich am nächsten Morgen überquerten wir die französische Grenze. Verrückt, jetzt haben wir einmal die ganze iberische Halbinsel umrundet. Die erste Amtshandlung im Land der Liebe war aber leider nicht so romantisch, denn wir mussten die Zugtickets für unsere Rückreise nach Lyon organisieren. Gar nicht so einfach den Überblick zu behalten, wenn man so viel Umsteigen muss..
Für den Abend wollten wir eigentlich auf einen Campingplatz. Als wir aber die Preise auf den Websites abcheggten, entschieden wir uns schnell dagegen. So landeten wir zwischen Feld und Land auf einem kleinen Hügel und mussten uns für die Dusche noch etwas gedulden... ;)
Abgesehen von viel zu vielen Touristen gefiel uns die Gegend hier sehr. Es hatte sehr viele härzige Städtchen und Dörfer mit Riegelbauten was genau unserem Gusto entsprach. Nachdem wir uns morgens in Biarritz etwas umschauten gingen wir noch ein letztes mal im Meer schwimmen. Es war dann doch härter dem Meer Tschüss zu sagen, so viel Zeit haben wir in diesem Jahr an Küsten verbracht. Wir merkten, dass wir jetzt wirklich langsam am Ende der Reise angekommen sind, und fühlen uns etwas komisch. Trotzdem bewunderten wir am Nachmittag noch die wunderschöne Stadt Bayonne, ab der wir morgen eine grosse Strecke mit dem Zug zurücklegen werden.





























































































Kommentar schreiben