Granada

Voller Vorfreude auf einige erholsame Tage fuhren wir nach Granada ein. Den Ort der Erholung mussten wir uns aber schmerzlich erkämpfen, denn wie es sich herausstellte war unser AirBnb wiedereinmal nicht am fahrradfreundlichsten Ort der Stadt. So quälten wir uns zwischen den schadenfreudigen Blicken vieler Vorzeigetouristen den steilen Hügel in Richtung Unterkunft hinauf. 

Unser AirBnb lag im schönen Viertel Albaicin wo die Stadt ihren Ursprung fand. Ein Stadtteil in welchem es von arabischen Einfluss nur so sprudelt. Am Abend machten wir einen kurzen Spaziergang durchs Quartier und hatten dabei immer wieder einen wunderbaren Blick auf die Alhambra, das eindrückliche Wahrzeichen der Stadt. (Und der Name der lokalen Brauerei ;)

Der nächste Tag gingen wir langsam an und wir kamen erst spät raus. Auf dem Weg zu einem Kaffee bestaunten wir die schönen Gebäude des Viertels und die schönen Häuser mit all ihren liebevollen Details. Im Kaffee schrieben wir etwas an unseren Blogs bevor wir den Nachmittag einige Stunden separat verbrachten und dabei einige Dinge erledigten. 

Am Abend hatten wir grosses vor, denn wie wir es in der Region bereits erleben durften herrscht hier eine grosse Tapa-Kultur. Zu jedem alkoholischen Getränk gibt es also ein gratis Tapa dazu. Uns ist zu Ohren gekommen, dass man in Granada gar kein Essen bestellen muss sondern nur Bier bestellen sollte. Klingt verlockend! Wir haben es getestet und müssen sagen, es funktioniert. Aber man muss schon sehr viel Bier trinken ;) 

Auch am nächsten Tag stand wieder schlendern auf dem Programm. Wie schon so oft in Spanien landet man ohne das man es sucht plötzlich an einem traditionellen Event. So war es auch an diesem Morgen und wir durften einer Parade, geprägt von Gesang und schönen, traditionellen Kleidern zuschauen. Eine Marienstatue wurde von zwei Stieren durch die Menschenmengen gezogen. Hinter ihnen folgte das lebensfrohe Fussvolk und zahlreiche, elegant gekleidete Reitende auf ihren Pferden. Wie wir einige Tage später erst herausfanden, war dies der Start der jährlichen Pilgerreise durch Andalusien in das Dorf "El Rocio". 

Nach etwas Sightseeing trafen wir am Abend Eva und Johannes aus Graz. Die beiden haben wir einige Tage zuvor mit dem Fahrrad vor einem Dorflädeli entdeckt und wir haben uns direkt gut verstanden. Wir verbrachten mit ihnen einen schönen Abend voller interessanter Gespräche und lustigen Geschichten. Schön wars! :) 

Am nächsten Morgen sagten wir, nach einem Besuch eines Gebäudes im maurischen Stil, der schönen Stadt auch schon wieder Tschüss. Wir haben es sehr genossen, freuten uns aber auf einige touristenfreie Tage bevor wir in Sevilla ankommen werden.

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