Wir flitzten voller Vorfreude auf Bosa zu. Mit einer tollen Abfahrt konnten wir bereits die ersten Blicke auf die farbigen Häuser Bosas und deren imposante Festung erhaschen.
Über einen schönen Fluss führte uns die Brücke direkt ins farbenfrohe Städtchen. Wir schlenderten durch die Hauptgasse und wurden schon bald etwas durstig. So gönnten wir uns ein Glas lokalen, leckeren Rotwein und sonnten uns etwas. Unsere eigentliche Mission war es nämlich, endlich ein WLAN zu finden, um unsere vorbereiteten Blogs hochzuladen. Doch wieder keins vorhanden… Anschliessend schlenderten wir durch die vielen, versteckten Gassen und erfreuten uns an den vielen Pflanzen, Wimpelketten und farbigen Hauswänden. Gegen den späteren Nachmittag wurden wir tatsächlich fündig, ein Lokal hatte WiFi und wir starteten mit Blog hochladen. Die Zeit ging richtig schnell vorbei und draussen wurde es etwas dunkler. Tatsächlich hing eine Regenwolke über Bosa, wir wussten aber um noch vor der Dunkelheit einen Zeltplatz zu finden, müssen wir trotz Regen los.
Während wir den einen Hügel hochstrampelten, bildete sich neben uns ein wunderschöner, intensiv leuchtender Regenbogen. Auch bei der folgenden Abfahrt fuhren wir in ein Wetterspektakel zwischen Sonne und Regen. Da ein Camping direkt auf unserem Weg liegend tatsächlich schon geöffnet hatte, entschieden wir uns die Nacht dort zu verbingen. Wir fuhren kurz vor Eindunkeln auf den Platz und suchten uns ein gäbiges Örtchen. Ausser 1 weiteres Büssli war alles ruhig und leer. Wir waren gwundrig, von wo denn der andere Camper herkam und spazierten noch daran vorbei kurz ans Meer. Ganz zu unsere Freude war dies eine junges Päärchen mit ihrer kleinen Tochter aus der Schweiz. Wir verstanden uns sofort super, durften den coolen umgebauten Bus von Freunden bestaunen und verabredeten uns für eine gemütliche Runde nach dem Znacht. Nachdem wir unser Zelt aufgestellt hatten und das Znacht ready war, stand der gemeinsamen Plauderrunde bei einem leckeren Ichnusa nichts mehr im Weg. (Da ging Mattia‘s insgeheimer Traum in Erfüllung, das wir abends auf einem Camping mal auf ein Bier aus einem Camper eingeladen werden ;) ).
Am nächsten Morgen kamen nochmals alle 3 gemeinsam (Vale, Flo und die kleine Maus) bei unserem Zelt vorbei und wir plauderten nochmals eine ganze Weile. Das mit dem früh losfahren, um auf die bevorstehende Küstenstrasse mit viel Höhenmetern vorbereitet zu sein, wurde dann doch eher losfahren gegen Mittag. Aber kein Problem, da es nun ja schon wieder viel länger hell ist am Abend. So starteten wir in einen wunderbaren Küstenabschnitt mit viel Weitblick, Gänsegeierbeobachtung und einem kurzen, aber heftigen Regenschauer. Mit beginnender Dämmerung erreichten wir unser Ziel Alghero, in dem wir eine Unterkunft gemietet haben. Die Unterkunft war wie gemacht für Radreisende. Fast eben rein und eine Terasse für das Abstellen der Velos. Zufrieden fielen wir an diesem Abend in das wohlige Bett in dieser härzigen Unterkunft.
Nach dem Ausschlafen am nächsten Tag machten wir auf der Terasse ein leckeres Linsencurry. Schon praktisch so eine Terasse! :) Am Nachmittag traf Mattia zufällig bei seinem Spaziergang durch die Altstadt die Schweizer vom vorherigen Camping wieder. Da die 3 noch keinen fixen Platz für ihre letzte Nacht auf Sardinien hatten, erzählten wir ihnen von unserer gemütlichen Unterkunft, welche ziemlich sicher nebenan noch ein freies Zimmer haben sollte. Und es klappte tatsächlich, sie konnten sich im Zimmer gegenüber einrichten und wir hatten durch das Zeit, miteinander einen Apero zu genehmigen und am Abend auf der Terasse eine leckere Pizza und ein Ichnusa geniessen. Wir genossen es sehr, mal wieder uf „Schwiizerdüütsch“ über Gott und die Welt zu quatschen. :) Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns wieder voneinander und wie es ein weiterer Zufall wollte, waren die Zimmergenossen direkt vis-a-vis von uns auch Schweizer, nämlich ein junggebliebenes, älteres Paar. Sie beschenkten uns noch mit leckern, frischen Zitronen und reisten auch ab.
Wir jedoch hatten uns entschieden noch eine weitere Nacht zu bleiben, denn der Wind an diesem Tag war zu stark um aufs Fahrrad zu steigen. Wir entdeckten bei der Beck ums Eck ein TooGoodtoGo und wir wurden mit einem Teller verschiedener Dessert und einem Sack voller Brot überhäuft. Da hatten wir ordentlich was vor mit essen. ;) Wir schlenderten nochmals durch die schönen Gassen von Alghero, bestaunten die wilden Wellen und für unseren letzten Abend gabs eine leckere Pizza auswärts.
Am nächsten Morgen gings mit einem letzten, sehr leckeren Espresso der Unterkunft weiter Richtung Porto Torres, dem Ablegehafen von Sardinien nach Spanien. Es hatte einene tollen Veloweg direkt an der Küste bis ins nächste Dorf, wo wir uns mit Lunch eindeckten. Der Weg führte uns auch vorbei an einer schönen Düne, wo wir einen kurzen Pausenhalt machten. Wir genossen diesen Tag nochmals besonders bei schönstem Sonnenschein, weil das unser letzter Tag auf der Insel sein wird. Wir hatten bereits ein Plätchen zum Zelten herausgesucht, welches direkt neben einem Wachturm sein wird. Als wir da ankamen, war der Wind immer noch so stark, dass es uns da gleich weggeweht hätte mit dem Zelt. Wir fanden aber etwas nebendran ein wenig windgeschützt eine tolle Ecke. So bestaunten wir bei Sonnenuntergang die tosenden Wellen und schlüpften schon bald in die warmen Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen waren wir bereits zum Sonnenaufgang wach und genossen beim Frühstücken die wunderbare Morgenstimmung. Wir packten alles zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Hafengelände. Wie und wann wir dann tatsächlich vom Hafen abgelegt haben, könnt ihr im nächsten Blog lesen. ;) Wir sagen auf jeden Fall „Ciao Sardegna“, schön wars!











































































































Kommentar schreiben