Šibenik

Mit der Abendsonne fuhren wir in Šibenik ein und mussten noch einen kleinen Anstieg bewältigen bis wir zu unserem Airbnb kamen. Da das ursprünglich gebuchte Zimmer irgendeinen Defekt (oder vielleicht sogar Doppelbuchung) hatte, bekamen wir ein anderes Zimmer aber zu unserer Freude mit Reduktion. Die Velos passten einmal mehr in einen Ecken des Zimmers und nachdem wir eingepufft hatten, gingen wir einen leckeren Burger essen. Schon während dem Essen hörten wir vom Restaurant aus laute Musik vom Event nebenan. So mischten wir uns unter das Volk lauter Einheimischen. Es war so dicht gedrängt, dass wir vermuteten, auf der Bühne werde bald ein bekannter Sänger sein Bestes geben. Uns wurde es aber irgendwann ein wenig zu viel unter all den aufgebretzelten Damen und Herren (unglaublich viel Make Up, Haarspray und Parfumfahnen um uns herum) und so schlürften wir unseren Glühwein aus und genossen nebenan wieder die Ruhe und die Bewegungsfreiheit. Müde fielen wir nach dem Bergpreis hoch zum Airbnb ins warme Bett. 

Am nächsten Tag zeigte sich die Sonne in ganzer Pracht und es gab Kaffee-Sonntag bei uns mit Schlendern entlang der schönen Promenade. Nach einigen Kaffees und Sonnenstrahlen haben wir genug Energie getankt für unsere aufregendes Nachmittagsprojekt. Wir sind gerade grosse Fans des Youtube Formats „Man Hunt“, wo sich auserwählte Spieler vor den Huntern (Jägern) verstecken und fliehen müssen. Sozusagen ein Mix aus „Räuber und Poli“ und „Versteckis“. Und was man nicht so alles macht, wenn man schon so lange zusammen unterwegs ist und eine Stadt auf andere Art und Weise kennenlernen möchte? Genau, wir spielten zu Zweit Versteckis mit Livestandort erfragen. Was jetzt vielleicht etwas Wirr klingt, machte wirklich viel Spass und wir jagten uns gegenseitig durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt von Šibenik. Ein Durchgang endete für Mattia als Flüchtender apbrupt, denn wie es der Zufall wollte lief er in einem Innenhof direkt in die Hände eines jungen Schweizer Paares, welches wir zuvor schon kurz getroffen hatten. Damit es nicht allzu komisch wirkte, wenn er nun ohne gross Hallo zu sagen an ihnen vorbei gesprintet war, setzte er seinen letzten Standort ab und blieb da sitzen. Martina staunte nicht schlecht als sie kurze Zeit später spurtend bei ihnen Dreien ankam. Ob sie uns doch nicht allzu komisch fanden, als wir sagten wir spielen Versteckis, bleibt wohl ihr Geheimnis. Unser Spiel führte uns tatsächlich in die verborgensten Gassen und bis ganz hoch zu einer der drei Festungen mit toller Aussicht. 

Mit etwas müden Beinen aber vielen Lachern nahmen wir den Rest des Abend gemütlich, genossen noch die Abendsonne und schleckten eine feine Gelati. Für den Sonnenuntergang gingen wir zurück etwas weiter hoch als unser Zuhause und waren beeindruckt von der schönen Abendstimmung und Panorama über die Stadt und ins offene Meer hinaus. 

Nach all den Erlebnissen des Tages gönnten wir uns noch eine Pizza in der Nachbarschaft. Im Airbnb mussten wir nun für die 2. Nacht die Zimmer wechseln, doch dies machten wir gerne, denn im ursprünglich gebuchten Zimmer wartete eine tolle Badewanne auf uns. Doch die musste sich Mattia noch zuerst verdienen, denn auch sein Reifen hatte sich einen Platten eingefangen. Der Übeltäter war auch diesmal nicht wie zu erwarten eines der vielen überfahrenen Glasscherben, sondern eine fiese, kleine Dorne. Denkt man gar nicht, dass dieses kleine Ding so eine picksende Kraft haben kann. So endete der Abend mit einem warmen Bad und gleichzeitigem Skirennen schauen. 

Am nächsten Tag war schon wieder Aufbruchsstimmung. 

Do widzenia Šibenik, du hast uns sehr gefallen! 

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