Balaton & SPA

Der nächste Abschnitt führte uns zuerst vorbei an einem tollen Aussichtspunkt mit Blick auf den Balatonsee (es fühlte sich fast schon wie das Meer an, denn es war etwas dunstig) und dann zu den natürlich warmen Quellen von Heviz. Wir hatten Glück, weil doch tatsächlich noch ein offener Camping nebenan lag, konnten wir das Bädelen so richtig auskosten bis zum letzten Sonnenstrahl. Mit ungefähr 27 Grad war das Wasser etwas wie eine lauwarme Badewanne. Wer hätte gedacht, dass wir in freier Natur nochmals die Badesachen zücken können? Wir auch nicht. ;) 

Da wir nun mit dem Einquartieren auf dem Camping unerwartet viel Zeit hatten und sogar ein Dorf direkt daneben lag, gingen wir auf Erkundungstour. Das Ziel- ein Weintasting. Wir fanden eine ganz gemütliche Vinothek und gönnten uns nebst leckerem Wein ein üppiges Käseplättchen. 

Auch die anderen Gäste der Vinotehek waren sehr gesellig, so lernten wir doch die Beate aus Nähe Berlin kennen und das österreichische Paar Gerlinde und Ernst. Und wie es der Zufall wollte, trafen wir auch für das Zmorgen- Kaffee wieder in demselben Lokal aufeinander.  :)

Unsere Route für den Tag planten wir zu einem nächsten geöffneten Camping. Wir wurden freundlich begrüsst und konnten Deutsch quatschen, denn die Eigentümer sind ein ausgewandertes Paar aus Deutschland. Wir stellten gemütlich unser Zelt auf und während dessen kamen sogar noch weitere Campinggäste dazu. Eins davon waren die Österreicher Diana und Ewald, mit denen wir gerne etwas plauderten. Anschliessend gingen wir das nahegelegene Dorf etwas erkunden. Wir fanden ein gemütliches Café und verbrachten bei Kaffee und Spiel einen gemütlichen Nachmittag. Kochen konnten wir zurück auf dem Platz sogar in der Wärme, denn es hatte eine kleine Kochnische im zentralen Campinggebäude. Den Abend liessen wir bei einem Bier und ausgiebigem Telefonieren mit Freunden und Familie ausklingen. Am nächsten Tag ging es für uns weiter Richtung Fluss Mur, wo wir im vorherein ein Plätzchen direkt am Fluss via Google Maps entdeckt hatten. Als wir da ankamen, platzen wir zwar gerade noch in ein Hochzeitsshooting, doch mit den letzten Sonnenstrahlen machten sich auch diese auf den Heimweg. Wir hingegen bereiteten alles vor für unseren Fajitas-Plausch. Was für ein Gaumenschmaus! Mit vollen Bäuchen freuten wir uns auf unsere warmen Schlafsäcke und fanden früh den Schlaf. Dieser wurde jedoch noch vor Mitternacht wieder unterbrochen, denn die anfänglich ruhige Natur an der Muur wurde zum Amazonas von Europa. Rund um unser Zelt raschelte, quitschte und gurrte es was es nur konnte…Unsere Vorstellungskraft gab alles… Wir stellten uns Wildschweine, Rehe, Fasane und Waschbären vor, vielleicht waren es aber auch einfach Mäuse? Wir werdens wohl nie ganz erfahren… Ein möglicher Hinweis gab uns nur die Spur einer doch ziemlich grossen Pfote direkt im Sand am Flussufer….Bei anfangs leichtem Nebel machten wir uns frühmorgens auf Richtung ungarisch-kroatische Grenze, welche nicht mehr allzuweit entfernt war. Einen kleinen Zwischenstopp machten wir jedoch noch im leicht schummrigen „Club Africa“. Andere tranken da schon morgens um 8 Uhr ihr Bier, wir waren zufrieden mit unserem Kaffee und einem langersehnten WC-Gang. 

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