Als wir gegen 5 Uhr Abends bei unserem Apartment in der Innenstadt von Budapest ankamen, reichte unsere Energie nicht mehr für viel mehr als Pizza holen und Sofa geniessen. Umso mehr freuten wir uns darauf um am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Nicht lange waren wir unterwegs bis wir feststellen mussten, dass ein bisschen spazieren für unsere Beine gar nicht so schlecht war, denn im normalen Radreise Alltag ist die grösste Strecke, die wir jeweils zu Fuss zurücklegen, zwischen den Regalen des Supermarktes. So war die heutige Tour durch die Innenstadt schon fast eine Wanderung für uns. Sie führte erst durch das lebendige jüdische Viertel zum schönen Opernhaus und über die beeindruckende Basilika zum sonnigen Donauufer. Dort erwartete uns sogar eine ausdrucksstarke Guggenmusig aus Frankreich die uns fast ein bisschen in Fasnachtsstimming versetzte. Von der Flussseite „Pest“ spazierten wir auf die andere Uferseite „Buda“ um uns ein Bild des Burgviertels zu machen, wo uns schöne Kirchen und Burgmauern mit imposanter Aussicht über die Stadt erwarteten. Wenn es um die Aussicht über die Stadt geht kommt man am allgegenwärtigen Regierungsgebäude nicht vorbei, denn gefühlt zwischen jeder zweiten Gasse erhascht man wieder einen Blick auf das pompöse und detailreiche Gebilde. Diesen Anblick gönnten wir uns dann auch noch nach eingebrochener Dunkelheit mit schöner Beleuchtung, bevor unsere Beine dann definitiv eine kleine Pause verdient hatten.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem obligaten Kaffeebesuch (wo sich Mattia sogar ein Buch kaufte ;) auf zu einem Escape-Room. Unweit unseres Apartments gab es viele verlockende Räume, die alle echt gut aussahen. Wir wurden nicht enttäuscht und wir hatten viel Spass beim (erfolgreichen) Lösen der Rätsel.
Nach einem Nachmittag an dem wir unsere Fahrräder auf Vordermann brachten und unsere Büro-Checkliste abarbeiteten, schlenderten wir Abends noch durch das jüdische Viertel mit all ihren Bars und Foodständen. Dort probierten wir übrigens auch leckere Speisen wie Lángos und Chimney Cake. Ziemlich was los in diesem Viertel… wenn wir gerne Bier hätten könnte man sich hier so ziemlich gehen lassen. So zwingten wir uns halt auch noch zu ein paar Kübeln in einer hippen Bar und schwelgten in Erinnerungen der letzten Monate.
Nach einem gut portioniertem aber sehr günstigen Brunch machten wir uns auf, um die Umbegung um unser AirBnb ein bisschen näher zu erkunden. So schwingten wir unsere inzwischen erholten Födlis wieder auf den Drahtesel und machten uns auf den Weg ins Viertel. Wir mögen diesen Teil der Stadt besonders, weil man hinter jedem Hausecken wieder ein anderes Highlight entdeckt. Jedes Haus sieht anders aus und jede Strasse hat ihren eigenen Charme.
Nach einem kurzen Besuch in der grossen Markthalle fuhren wir auch auf der anderen Flussseite die Strassen ab bevor wir uns in einem süssen Velokaffee mit neuen Bremsbelägen und Koffein eindeckten. Mit dem Fahrrad die Stadt zu erkunden macht echt Spass. Den Abend verbrachten wir mit Glühweinkochen und Kürbisschnitzen im Apartment bevor wir am nächsten Tag die Stadt leider schon wieder verlassen werden. Budapest, du gefällst uns! Wir kommen sicher wieder. :)













































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