Ganz im Norden der Küste Estlands befinden sich die bis zu 30m (für dieses Land schon eine ordentliche Höhe) hohen Türisalu Klippen. Ein bisschen hinunter spienzlen gerne, aber zu Nahe an den Abgrund
lieber nicht, dachten wir uns. Weiter ging unsere Fahrt zum Keila Wasserfall. Dort angekommen bestaunten wir aber nicht unbedingt den Wasserfall, sondern viel mehr das gerade stattfindende Dorffest.
Möglichst als Einheimischer getarnt, stellte sich Mattia in die lange Menschenschlange vor dem Dessertbuffet der lokalen Tortenbäckerinnen. Mit einer leckeren Ausbeute genossen wir das laufende
Konzert einer estnischen Band. Ein spezieller Mix zwischen Techno und etwas estnischer Folkore.
Bei schöner Abendsonne bezogen wir unser Nachtlager, das 1. Mal in freier Wildbahn auf einem RMK Platz. Hier in Estland haben sie ein richtig cooles Konzept von kostenlos zur Verfügung gestellten
Zeltplätzen im Wald oder direkt an der Küste. Auf einem App sieht man alle möglichen Plätze und deren Ausstattung, die meist mehrere Grillstellen, einen überdachten Picknickplatz, ein Plumpsklo,
Entsorgungsstelle und Feuerholz beinhalten. Es besuchte uns sogar noch unser Platznachbar Martin aus Tallinn. Er gesellte sich ganz unkompliziert zu uns wir quatschen über Gott und die Welt, unter
anderem auch über interessante geschichtliche Facts des Baltikums und seinen Blick auf die aktuelle Lage mit Russland. Die rein geografische Nähe zu Russland und seine Einschätzung zur politischen
Lage brachten uns zum Nachdenken. Er meinte, man könne sich seine Nachbarn halt nicht auswählen…
Am nächsten Tag machten wir uns über auf den Weg zum nächsten RMK Platz. Diesmal entschieden wir uns anstatt dem eher eintönigen Euroveloweg für eine Routenplanung über das App Komoot. Für die ersten Minuten Fahrzeit fanden wir es richtig cool, mal auf abgelegen Feld-, und Waldwegen zu fahren. Doch nach Überqueren von umgefallenen Bäumen und Durchqueren von diversen Privatgrundstücken, wechselten wir lieber bald wieder auf den eher eintönigen aber dafür schnelleren und asphaltierten Euroveloweg. Wiederum sind auch diese Wege nicht ganz ungefährlich, wie Martina feststellen musste. Ein kurzer unachtsamer Blick zur Trinkflasche, ein Hilferuf an Mattia, ein leichtes Touchieren der Räder und ein aufgeschürftes Knie sind schnell geschehen. Zum Glück ist nicht schlimmeres passiert und das schiefe Horn des Lenkers war schnell wieder geflickt. Nun sind wir beide 1x gestürzt und wissen, dass es gar nicht so lustig ist wie wir es gedacht haben. Lassen wir in Zukunft also besser sein.;)
Am nächsten Tag machten wir uns über auf den Weg zum nächsten RMK Platz. Diesmal entschieden wir uns anstatt dem eher eintönigen Euroveloweg für eine Routenplanung über das App Komoot. Für die ersten Minuten Fahrzeit fanden wir es richtig cool, mal auf abgelegen Feld-, und Waldwegen zu fahren. Doch nach Überqueren von umgefallenen Bäumen und Durchqueren von diversen Privatgrundstücken, wechselten wir lieber bald wieder auf den eher eintönigen aber dafür schnelleren und asphaltierten Euroveloweg. Wiederum sind auch diese Wege nicht ganz ungefährlich, wie Martina feststellen musste. Ein kurzer unachtsamer Blick zur Trinkflasche, ein Hilferuf an Mattia, ein leichtes Touchieren der Räder und ein aufgeschürftes Knie sind schnell geschehen. Zum Glück ist nicht schlimmeres passiert und das schiefe Horn des Lenkers war schnell wieder geflickt. Nun sind wir beide 1x gestürzt und wissen, dass es gar nicht so lustig ist wie wir es gedacht haben. Lassen wir in Zukunft also besser sein.;)
Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir auf weiteren schönen RMK Plätzen mit verschiedensten Bekanntschaften. Einmal eine ganze Pfadigruppe aus München, welche die ganze Küste Estlands
abliefenundein Päärchen aus Berlin, die ihre Flitterwochen auf dem Fahrrad verbrachten. Zwischendurch verbrachten wir unsere Zeit mit Blaubeeren sammeln, Würsten grillen, Velo auf Vordermann bringen
undMückenverjagen. Die Velowege gingen hauptsächlich an Hauptstrassen mit eher viel Verkehr entlang. So bekam von unserer Seite her doch noch mancher Lastwagen ein Puuh- Daumen im Rückspiegel zu
sehen.Aufder Suche nach dem nächsten Dusch-, und Waschplatz stellte sich heraus, dass sich dafür Yachthäfen sehr gut eignen. Aber nur solange es niemand bemerkt und man sobald es jemand
bemerkt,raschdavonflitzen kann. Dies dachten sich auch die vorherig erwähnte Pfadigruppe. ;) Wie man auf kleinem Raum während man Unterwegs ist die Wäsche aufhängen kann, seht ihr auf
unserenGepäckträgern.
Eine immer willkommene Zeitbeschäftigung war es auch, die eher spärlich vorkommenden Tante-Emma Läden zu erkunden. Die Preise waren sehr hoch (ähnlich wie in der Schweiz) dafür waren die Karottenschon schimmlig… Das Ordnungssystem dieser Läden hatte starke Ähnlichkeiten mit dem ehemaligen Zimmer von Mattia.;)
Eine immer willkommene Zeitbeschäftigung war es auch, die eher spärlich vorkommenden Tante-Emma Läden zu erkunden. Die Preise waren sehr hoch (ähnlich wie in der Schweiz) dafür waren die Karottenschon schimmlig… Das Ordnungssystem dieser Läden hatte starke Ähnlichkeiten mit dem ehemaligen Zimmer von Mattia.;)
Nach einem Abend mit vielen Mückenstichen und einem 1A Tomatenrisotto im nahegelegenen Wald, machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg die schöne Stadt Haapsalu zu erkunden. Dort erwartete uns
eine schön erhaltene Burg, ein nettes Kaffee, ein alter/verlassener Bahnhof mit Güterzügen und eine schöne Seepromenade. Immer wieder entdeckten wir auch Spuren der vergangenen Sowjetzeit Estlands.
Haapsalu ist zudem auch der Geburstort von Ilon Wikland, der Ilustratorin von Astrid Lindgren. Viele Gebäude und Strassen der Stadt erinnerten uns an Bullerbü und diverse andere Spielorte von den
Geschichten Lindgrens. Unweit von Haapsalu entfernt fuhren wir wieder einmal auf eine Fähre, die uns zur Insel Hiiumaa brachte.


















































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Martin from Tallinn (Samstag, 23 August 2025 04:30)
You visited many places that I have been to myself. It is great to read your travel impressions, and I look forward to the next ones with great interest:)