Helsinki

Welcome in Finnland hiess es mit einem kurzen aber heftigen Platzregen gerade als wir die Fähre verlassen durften.
Nichts wie los auf dem Hafengelände den nächsten trockenen Flecken zu erwischen.
Nach einer stündigen Fahrt bis ins Stadtzentrum gestaltete sich der erste Tag in Helsinki eher gemütlich.
Mattia hatte immer noch mit den Nachwirkungen des Sandwiches zu kämpfen. Eine kleine Ausfahrt durch das fortschrittliche Quartier mit diversen fahrenden kleinen Robotern (ja man kann sich damit wirklich Essen liefern lassen) gab es trotzdem. Anschliessend war es an der Zeit ganz viel verpassten Schlaf der letzten Wochen nachzuholen. Das gebuchte Hotel war perfekt dafür.
Am nächsten Tag lockte uns die Lieblingsbeck ums Eck. Wir mögen die leckeren, hausgemachten Backwaren der Finnen sehr! 
Entdeckungsreise nach Helsinki steht an. Mit dem Velo können wir in kurzer Zeit flink und rasch diverse Sehenswürdigkeiten abklappern. So fuhren wir auch durch verschiedenste Wohnquartiere und Innenhöfe, welche uns mit ihrer besonderer Architektur beeindruckten. Die zwei grossen Kirchen der Stadt überragen imposant alles andere. Es scheint als würden sie sich gegenseitig konkurrenzieren. Die Backstein-Kirche ist russisch-orthodox, gegenüber die im weissen Kleid erscheinenden evangelischen Kirche. Immer wieder findet man Hinweise auf die russisch geprägte Vergangenheit der Stadt. 
Mit diversen Dokus erweiterten wir unser Wissen über die interessante Geschichte Finnlands. 
Man sagt, die Finnen seien die glücklichsten Menschen der Welt. Immer wieder erkannten wir wieso das wohl so sein mag.
Beispielsweise legen Finnen viel Wert auf gepflegte, öffentlich zugängliche Gemeinschaftsorte wie z.B. die Bibliothek Oodi. Jeder Mensch kann in diesem coolen Bibliotheksgebäude alles nutzen, von 3D-Druckern über Tonstudio bis hin zu Nähmaschinen. 

Als wir an unserem letzten Tag kurz vor Abfahrt der Fähre nach Estland noch einen Besuch beim Sibeliusdenkmal abhalten wollten, geschah Mattia ein kleines Missgeschick.


Es spielte sich wie folgt ab:


1. Gibt mir doch kurz dein Handy, ich mach ein cooles, fahrendes Foto von dir. 

2. Zum Foto kam es nie.

3. Grosse Regenpfütze ausweichen.

4. Wieder in der Spur, Handy zurück in die Tasche.

5. Ca. 15 km/h, der Reissverschluss klemmt.

6. Bäääääähm!!!! Da hat jemand sein Auto an die Strasse geparkt. 

7. Heubüürzel über Lenker

8. Minus 1 Autorücklicht

9. Aufstehen und Krone richten

10. Sorry-Zetteli verfassen mit Handynummer hinterlassen

11. Schnell weg! 


Ps: Zum Glück ist beim Unfall nichts schlimmeres passiert und wir konnten wieder schnell darüber lachen.

Velo und Mattia sind wohlauf und der Besitzer des Autos hat sich gemeldet.

Es zeigte sich uns aber, wie schnell durch kurze Ablenkung ein Malör passieren kann. 

Holz alänge!

Facts zu Helsinki:

- unglaublich aromatische Erdbeeren

- Stromkästen in kreativen Farbmänteln

- viele neugierige Gänse mitten in der Stadt

- keine Büsis weit und breit ;(

- coole Architektur

- stets Self-Check Hotels (Schmuggeln der Velos ins Zimmer leichtgemacht) 

- modernes, umweltbewusstes Denken

- doppelt so breite Velowege wie in der Schweiz

- Plattentaufe-Sticker montiert


Wir haben uns sehr wohlgefühlt in Helsinki und freuen uns auf unsere erste Stadt in Estland. 

Tallinn wir sind via Fähre unterwegs zu dir. 

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