Nach dieser doch eher kurzen Nacht und etwas Nachwehen des Campari Sodas, fiel es uns nicht ganz so einfach wieder auf die Drahtesel zu steigen. Doch mit Sonnenschein im Rücken und wunderbarem Weitblick über die saftige Landschaft, gings mit jedem Kilometer und Zwischensnack etwas geschmeidiger. Der letzte, sehr steile Abschnitt vor der hochgelobten Felsenstadt Matera raubte uns noch die letzte Energie, doch wir schafften es noch kurz vor Sonnenuntergang einen ersten Blick auf die von der Abendsonne angeschienene „Sassi“, den Kern der Felsenstadt, zu bestaunen.
Was für ein Glück, dass diesmal das Zimmer unserer gebuchten Unterkunft gleich Parterre gelegen war und wir ohne weiteren Kraftaufwand direkt ins Zimmer hineinfahren konnten. Mit einer warmen Dusche, einer leckeren Pizza auswärts und das Einkuscheln in die warme Bettdecke endete auch dieser Tag.
Am nächsten Morgen nach ausgiebigem Plegeren verabredeten wir uns mit Sebastião, dem portugisischen Radreisenden, welchen wir am Karneval in Putignano kennengelernt hatten. Wir spazierten gemeinsam ein wenig durch die bezaubernde Felsenstadt, genossen die Ausblicke aus verschiedenen Blickwinkeln auf die „Sassi“ und landeten schlussendlich für einen gemütlichen Kaffeekranz beim „Käfelen“. Wir bestaunten Sebastiãos Fahrrad ganz ausgiebig, denn er war wirklich ein Künstler mit dem einfachsten Material ein Tourenvelo zusammenzustellen und für alle möglichen Gebrechen eine Lösung zu finden. Das hat uns nochmals mehr gezeigt, mit wie wenig man so ein grosses Abenteuer starten kann, wenn man weltoffen, minimalistisch und kreativ unterwegs ist. Anschliessend hiess es leider schon wieder Tschüss sagen, denn für Sebastião gehts weiter Richtung Sizilien, für uns steht die Entscheidung noch an, ob unsere Reise ebenfalls südlich oder nördlich weitergehen wird. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang runter zur Schlucht über eine Hängebrücke und dann auf der anderen Schluchtseite wieder etwas hinauf für den tollen Blick auf die entfernte Felsenstadt. Auch einen kurzen Blick in die uralten Felsenhöhlen durfte nicht fehlen.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns bei blauem Himmel von der beeindruckenden Felsenstadt Matera und freuten uns darauf, unseren Plan, dem wechselhaften Wetter zu trotzen und wieder mehr im Zelt zu übernachten, zu folgen! :)































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