Küste von Montenegro

Nach den besinnlichen Tagen in Kotor hiess es für uns erstmal Höhenmeter bewältigen. Mit der schönen Bucht von Kotor im Rücken strampelten wir uns Kurve für Kurve den Hang hinauf, bis wir nach dem Mittag eine schöne Kirche mit einer 1A Zeltwiese entdeckten. So zögerten wir nicht lange und entschieden uns dazu die verbleibenden Sonnenstrahlen bei Kaffee und Rummikub an der wärmenden Kirchenmauer zu geniessen. Dies war wohl einer der besten Zeltspots die wir auf der Reise bisher so fanden. Die Nacht war ruhig, wir fühlten uns super sicher und die Aussicht war grandios! 

Am nächsten Tag fuhren wir wieder zur Küste und folgten dieser weiter in Richtung Süden. Dabei durchquerten wir die Stadt Budva und genossen die Ausblicke auf die wilde, bergige Küste. Schade nur, dass hier alles so ziemlich verbaut ist, denn unzählige Hotelkomplexe prägen die hiesige Küstenlandschaft. Den ganzen Tag fuhren wir in Richtung Süden, jedoch ohne uns die Dinge genauer anzuschauen, denn Mattias Eltern kommen uns über Silvester besuchen und wir werden noch genug Zeit haben um die Städte etwas genauer zu erkunden.

Einen Schlafplatz suchten wir in der Stadt Bar, denn dort haben wir ein vermeintlich offenes Hostel gefunden bei dem es anscheinend möglich ist im Garten zu übernachten. Leider wurde diese Nacht im Gegensatz zu der letzten etwas weniger erholsam, denn der Hostelaufenthalt war wegen verschiedenen Tatsachen gar nicht so gut wie wir es uns vorstellten. Erster Punkt der schiefging: Das Hostel hatte bereits Winterpause. Trotzdem half uns ein netter Nachbar der gerade von der Arbeit nach Hause kam mit dem vermitteln des Besitzers. Nach einem kurzen Telefonat bestätigte er uns, dass wir trotz geschlossenen Türen auf dem Areal des Hostels übernachten dürfen. Nächste Challenge für uns war es jetzt, uns mit dem hauseigenen Hund des Hostels zu versöhnen. Der machte nämlich so überhaupt nicht den Eindruck, dass er seinen Garten mit zwei Fremden auf Stahlkolossen teilen möchte. Nach einiger Zeit aber hat er sich etwas an unsere Anwesenheit gewöhnt und einer ruhigen Nacht stand nichts mehr im Wege.

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Oh, wir haben ja noch gar nicht erwähnt dass wir uns gerade mitten in einem Industriegebiet in der Nähe des Hafens befinden und wir somit die ganze Nacht dem enormen Lärm der Züge ausgesetzt waren. Und wenn die Züge gerade keinen Lärm machten waren es die vorfreudigen Böller für Silvester oder die durchdrehenden Hunde der Nachbarschaft die uns wachhielten. Somit wurde diese Nacht eine der wohl schlimmsten bisher auf unserer Reise. 

Umso mehr freuten wir uns auf die kommende Woche, denn am nächsten Tag wartet ja eine warme Unterkunft mit dem Besuch von Mattias Eltern auf uns.

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